Einwahlzugang mit Linux unter KDE

1. Allgemeines

Dieser Text gibt eine Anleitung für die Einwahl mit Modem oder ISDN TA unter Benutzung von KPPP. Selbstverständlich kann ein ISDN-dial-on-demand Zugang bzw. ein Zugang per pppd/chat-script weiterverwendet werden.  Aus Komplexitätsgründen kann hier nur der einfachste Fall (Kernel 2.0.x, KDE 1.0 oder höher, keine weiteren Netzwerkverbindungen) behandelt werden. Für alle weiteren Informationen, Hintergründe und Hilfen zur Fehlersuche sei auf das KPPP Handbook (KDE Help, Stichwort kppp) sowie auf die PPP-HOWTO (ftp.gwdg.de:/pub/linux/mirrors/sunsite/docs/howto/PPP-HOWTO) verwiesen.

2. Benötigte Programme

3. Installation

Wie man den Kernel installiert und kompiliert sollte klar sein, ansonsten hilft ein Blick in die Kernel-HOWTO (ftp.gwdg.de:/pub/linux/mirrors/docs/howto/Kernel-HOWTO).
Der Kernel muß PPP-Support (auch als Modul möglich) haben, der pppd sollte im Pfad liegen.
Für die KDE-Installation gibt es eine kurze KDE-Installationsanleitung (ftp.gwdg.de:/pub/linux/mirrors/sunsite/X11/kde/kde-1.0.install.html).

4. Konfiguration

Die hier vorgestellte Konfiguration orientiert sich an den Einstellungen, die ich benutze, um mich an der RWTH-Aachen einzuwählen. Bis auf die Tatsache, daß evtl. eine andere Authentifizierung als PAP benutzt wird, sollte diese Anleitung jedoch nach Anpassung von Telefonnummern und IP-Adressen auch für andere ISPs gelten.
Im folgenden wird von einem Benutzer mit der ID ab123456 und dem Paßwort 12341234 ausgegangen, der sich über die Nummer 88721 einwählt. Alle diese Eintragungen sollten sinnvollerweise durch die eigenen Daten ersetzt werden.

4.1. Allgemeine Konfiguration des Kppp

Bevor man mit der Konfiguration des Kppp beginnt, sollte man sicherstellen, daß der File /etc/ppp/options keinen Eintrag lock enthält. Idealerweise sollte diese Datei leer sein, bereits vorhandene Optionen für evtl. Shell-Skripts sollten in eine zusätzliche Datei, z.B. /etc/ppp/options.aachen, ausgelagert werden, die dann mit dem Parameter "file /etc/ppp/options.aachen" an den pppd übergeben werden kann.
Nach dem Start des Kppp findet man unter Setup die allgemeine Konfiguration des Kppp, die sich in die fünf folgenden Bereiche unterteilt.

4.1.1. Accounts

4.1.2. Device

4.1.3. Modem

4.1.4. PPP

4.1.5. About

4.2. Anlegen eines Accounts

Im Account Setup legt man mit New... einen neuen Account an. Die Konfiguration dieses Accounts ist in die folgenden 6 Bereiche eingeteilt.

4.2.1. Dial

4.2.2. IP

4.2.3. DNS

4.2.4. Gateway

4.2.5. Login Script

4.2.6. Accounting

5. Scriptfile für die Defaultroute (z.B. /usr/sbin/link.aachen)

# Setting up default gateway, used by Kppp, change if neccessary
route add 134.130.79.5 ppp0
route add default gw 134.130.79.5 ppp0

6. Anwahl

Nach dem Abspeichern der Konfiguration, sollten Login ID, in unserem Beispiel ab123456, und Password, in unserem Beispiel 12341234, eingetragen werden. Die Anwahl erfolgt durch Connect. Wenn alles geklappt hat: viel Spaß! Ansonsten ... siehe 7!

7. Probleme

Eine detailierte Anleitung zur Problemlösung würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Dafür sei wieder auf die PPP-HOWTO  und das KPPP-Handbook verwiesen.

Ein paar Tips könnten aber schon weiterhelfen:

8. Feedback

Wenn Sie in diesem Text Fehler finden oder Verbesserungsvorschläge haben, schreiben Sie bitte an Peter Schneider-Kamp ([email protected]).  Ich würde mich auch sehr über POSITIVE Rückmeldungen freuen! 
PS 05.09.1998